Der Arbeitskreis „Schöpfung bewahren“


Eine Schmetterlingswiese im Garten

Früher gehörten Tagpfauenauge, Zitronenfalter und sogar Schwalbenschwanz zum Sommer einfach dazu. Die meisten von uns erinnern sich noch an die Entdeckung dieser wunderschönen Geschöpfe in ihrer Kindheit. Heute sind Schmetterlinge bei uns im Hochland, wie auch an vielen anderen Orten seltener geworden.

Wir haben uns gefragt, wie wir als Kirchgemeinde uns dafür einsetzen können, um auch für unsere Kinder und Enkel diese wundersame Begegnung mit Gottes Schöpfung möglich zu machen.

Bei unserer Recherche sind wir auf verschiedene Möglichkeiten gestoßen, die wir Ihnen, vielleicht als Anregung für den eigenen Garten, weitergeben möchten:

Ganz wichtig für Schmetterlinge ist die Art und Weise, wie wir unsere Wiesen pflegen - das heißt mähen. Weil Schmetterlinge in ihrer Entwicklung vom Ei zur Raupe, als Puppe und als fertiger Falter zu unterschiedlichen Zeiten von Frühjahr bis Herbst an meist unterschiedlichen Wiesenkräutern leben, reagieren sie empfindlich auf das Abmähen von Wiesen.

Um den Schmetterlingen wieder mehr Lebensraum zu geben, sollten wir daher:

  • immer nur einen Teil der Wiese mähen. Ein Teil bleibt für die Schmetterlingslarven stehen.
  • wenn möglich mit Balkenmäher oder Sense mähen – mit unseren gebräuchlichen Rasenmähern werden oft neben dem Lebensraum der Raupen, Puppen oder Schmetterlinge auch die Tiere selbst vernichtet.
  • das abgemähte Gras etwas liegen lassen – die Larven suchen sich dann den ungemähten Teil der Wiese zum Weiterwachsen.

Spannende Informationen zum Thema finden Sie im Internet unter www.schmetterlingswiesen.de.

                                                                                  Der Arbeitskreis „Schöpfung bewahren“


10.01.2017:

Ihnen liegt gesunde Ernährung am Herzen? Im eigenen Haus sparen Sie Energie? Sie sind gegen Kinderarbeit und finden, gegen den Klimawandel muss endlich gehandelt werden? WIR AUCH!

Deswegen möchten wir unsere Gemeinde ein wenig besser machen. Es gibt viele Möglichkeiten und oft erfordert es nur etwas mehr Achtsamkeit, damit sich etwas ändert.

Folgende Bereiche haben wir bisher unter die Lupe genommen. Das Ergebnis kann sich schon jetzt sehen lassen und ermutigt uns, weiter zu machen:

Energie:

  • In unseren Gemeindeteilen Schönfeld und Weißig  werden Kirche und Gemeinderäume mit Strom von Lichtblick versorgt (Lichtblick-Strom wird zu 100 % aus erneuerbaren Energien gewonnen).
  • Die Heiztemperatur zu Gottesdiensten der Kirche in Weißig wurde um 2 °C gesenkt. Dadurch sparen wir Energie ein, schonen das Klima (und schonen ganz nebenbei auch unsere Orgel, die starke Temperaturschwankungen schlecht verträgt)

Lebensmittel:

  • In unserer Gemeinde schenken wir fair gehandelten Kaffee aus. Das kommt den Produzenten und deren Familien zugute.
  • Der beim Kaminabend ausgeschenkte Wein aus biologischem Anbau belastet die Umwelt weniger durch den Verzicht auf synthetische Düngemittel und Pestizide beim Weinanbau.

Bürobedarf und Reinigungsprodukte:

  • Wir verwenden hauptsächlich Putzmittel von Frosch, da die Flaschen zum Teil aus Recycling-Materialien bestehen und umweltschonende Inhaltsstoffe verwendet werden.
  • Der Gemeindebrief wird seit Mitte 2016 auf Recyclingpapier gedruckt und auch in der Kanzlei wird, wo immer es möglich ist, Recyclingpapier verwendet.

Wenn Ihnen das alles nicht weit genug geht oder wenn Sie unsere Gemeinde auch ein wenig besser machen wollen, sind Sie herzlich eingeladen bei uns mitzumachen. Unsere AG trifft sich aller 2 Monate (nähere Infos bei  Sabine Schuster: kg.schoenfeld_weissig@evlks.de / Tel: 0351 2683257).