Das Miteinander mit unseren befreundeten Partnergemeinden in Rychnov und Kandau


Januar 2019

Unsere Partnergemeinden 

Vielen wird bereits bekannt sein, dass es in unserer Partnergemeinde Kandau (Lettland) ein besonderes Projekt gibt: die Suppenküche. Als rege Organisatorin berichtet uns Zigrida Pelite, die Viele von Besuchen in Weißig kennen, regelmäßig über ihre Arbeit dort.

Insgesamt wurden im letzten Jahr dort 12.589 Portionen Suppe an Bedürftige ausgegeben. Unsere Kirchgemeinde unterstützt dieses Projekt jedes Jahr finanziell. Zum Beispiel fließt immer ein Teil der Christvesperkollekten in diese Arbeit ein. Wir sind auch dankbar, dass esimmer wieder Einzelspenden von Mitgliedern unserer Kirchgemeinde für die Suppenküche gibt. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle all denen, die diese wichtige Arbeit mittragen!

Am 26.12.2018 hatte die Suppenküche zur Weihnachtsfeier eingeladen. Ca. 70 Personen nahmen daran teil. Es gab ein leckeres Essen und eine kleine Gruppe machte Musik. „Wir hatten eine wunderbare Zeit miteinander, die Leute waren offen und dankbar“ schrieb Zigrida.

In diesem Jahr wollen wir die Kandauer besuchen – der Chor macht sich Anfang Juli auf die Reise. Ein kleines gemeinsames musikalisches Projekt wollen wir dort angehen und uns besser kennenlernen.

Aber auch unsere zweite Partnergemeinde Rychnov in Tschechien soll nicht vergessen sein.

Pfarrerin Alena Naimanova konnten wir schon oft zusammen mit Gemeindegliedern bei uns begrüßen und wir durften im März 2017 bei ihnen zu Gast sein.

Und so möchten wir uns auch in diesem Jahr wieder auf den Weg machen, und unsere Geschwister in Rychnov besuchen. Geplant ist dies am ersten Ferienwochenende im Oktober (11.-13.10.19). Wennjemand Interesse hat, mitzukommen, kann er sich gern im Pfarramt Weißig melden.


Ein Brief von Zigrida Pelite aus Kandau

Lieber Pfarrer Fritzsch,

Ich wuensche Ihnen und der Gemeinde ein glueckliches Neues Jahr! Sollte Gottes Segen mit allen Spendern sein, die der Suppenkueche geholfen haben.

Kosten(Ausgaben) im Dezember:
922 X 0,8 = 737,60 Euro

Fuer die  Weihnachtsveranstaltung:
80 X 5,30 = 424 Euro

Insgesamt: 1161,60 Euro

12589 Suppenportionen wurden verabreicht im Jahr 2018

Wir hatten eine Weihnachtsfeier in der Suppenkueche am 26 Dezember. Wir hatten eine wunderbare Zeit miteinander. Die Leute waren offen und dankbar. Ich hatte solch einen Eindruck, dass Gott ihre Herzen geoeffnet hat. Ich bin sehr dankbar der Lobgruppe, die sang und Musik spielte, den Pastoren V. Auzins und U. Bruklene, Missionaren Mike und Arta. Arta photographierte auch und war die Hauptperson, die die Herzen der Leute oeffnete.
Nach der Feier in der Suppenkueche  begleiteten einige Leute mich nach Hause und wir verbrachten einen gesegneten Nachmittag zusammen.

Gott segne uns alle in diesem neuen Jahr! Wir spueren, dass er das schon tut.

Mit vielen lieben Gruessen,
Zigrida
 


November 2018

Von Zigrida Pelite zum Ewigkeitssonntag

Liebe Freunde,

“Ich bin die Auferstehung und das Leben: wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist.” (Johannes 11; 25)

Wir gedenken in Liebe unserer Pfarrer Valdis Podzins, Pfarrer Vater und Sohn Bernewitz , die in unserer Gemeinde 70 Jahre lang gedient haben und anderer Gemeindepfarrer, die zum Gott gerufen sind. Wir gedenken in Dankbarkeit und Liebe unseres Freundes, Unterstuetzers und Wohltaeters Frank Pawassar.

 “Christus ist die erste, mittlere und letzte Stufe zur Treppe, die zum Himmel führt. “
(M. Luther)

In Andacht mit euch zusammen - eure ev. luth. Gemeinde von Kandava


Grüße von unseren Partnern und der Luthereiche aus Kandau


Ostergrüße aus Kandau von Zigrida Pelite und Dace Avota

 

Der Herr harrt darauf, dass er euch gnaedig sei ( Jes 30, 18)

Vielen Dank fuer alles!
Zigrida und Dace




Ostergrüße aus Rychnov von Alena Maimanova

Liebe Freunde,

Jesus lebt! Christos voskres - istino voskres, wie  Ortodoxen sagen. So etwas, dass unser Herr nicht im Grab blieb, bringt uns viel Freude. Ich teile diese Freude mit Euch/Ihnen.

Alena



Kandau (Kandava), Lettland: Ende Oktober 2017 pflanzte unsere Partnergemeinde eine „Luthereiche“ an der Ev.-Luth. Kirche zum Gedenken an den Beginn der Reformation vor 500 Jahren und zu Ehren unserer Freundschaft und Partnerschaft mit Schönfeld-Weißig seit 2010. Hinter dem jungen Baum sehen wir den jetzt vollkommen unerwartet verstorbenen Pfarrer Valdis Podzinš, daneben Dace Avota (Kirchvorsteherin) und Zigrida Pelite, die „Suppenküchenchefin“ (Mitte, von rechts nach links).  

UNSERE PARTNERGEMEINDE HAT IHREN PASTOR VERLOREN

 
Am vergangenen Samstag, dem 17. März 2018, erreichte uns die schlechte Nachricht aus Kandau (Kandava), dass Pfarrer Valdis Podzinš vollkommen unerwartet verstorben ist. Er ist nur 32 Jahre alt geworden und hinterlässt Ehefrau und Kinder sowie mehr als nur eine Kirchgemeinde, für die er als baltischer Landpfarrer zuständig war. Seit seinem Dienstbeginn in Kandau im September 2017 haben wir Valdis Podzinš leider noch nicht persönlich kennen lernen können, da die Zeit seither zu kurz war. Er war gleichwohl ein aktiver Freund unserer Partnerschaft, wie wir sicher wissen und er wäre gerne bald zu uns angereist.  Dace Avota, Kirchvorsteherin in Kandau und als unsere feste Ansprechpartnerin gleichsam die „Außenministerin“ schreibt über den Verstorbenen: „Wir hatten ihn wirklich lieb. Er hatte schon so vieles in unserer Gemeinde neu begonnen - Tätigkeiten, die wir einst schon einmal bei uns hatten, die inzwischen aber verloren gegangen waren. Eine seiner Tätigkeiten war die Wiederbelebung der Sonntagschule. Er hat das ,LEAF‘-Team von Riga in die Sonntagsschule einbezogen. ,LEAF‘ – eine evangelistische Organisation  junger  Leute , die an ,heißen‘ Punkten dient , also da, wo man Hilfe besonders braucht.  Während des Dienstes von Valdis Podzinš hatten wir in der Gemeinde   Männerabende, Alpha-Kurse (Glaubensunterricht), Lobgottesdienste und  Familiengottesdienste einmal im Monat. Valdis war ein sehr begabter Pfarrer mit einem liebevollen Verhältnis zu den Leuten.“
Der Gottesdienst am vergangenen Sonntag Judika, dem 5. Sonntag der Passionszeit (18.3.2018), musste leider ohne Valdis Podzinš stattfinden. Statt seiner leitete Bischof Hanss Martin Jenson die gesamte Andacht. Dace Avota schreibt: „ Dieser Gottesdient stärkte uns wirklich geistig, weil wir alle in tiefer Trauer sind. Die Verabschiedung von Valdis Podzinš findet am kommenden Donnerstag, 22.3.2018, um 13 Uhr in der ev.-luth. Kirche von Tuckum (Tukums) statt.“  Die traurige Nachricht über das Ableben von Pfarrer Valdis Podzinš hat auch uns tief erschüttert. Wir denken an seine Familie und an unsere Kandauer Freunde in diesen schweren Stunden. Bei einer gemeinsamen Klausurtagung unseres gesamten Kirchenvorstandes zusammen mit allen unseren Gemeindemitarbeitern am vergangenen Samstag (17.3.2018) haben wir uns erhoben und für den Verstorbenen, seine Familie und für unsere Partnergemeinde  gebetet.  
 
Frank Pawassar
 


Festgottesdienst zum 500. Reformationsjubiläum

Den Festgottesdienst feierten wir mit Abordnungen beider Partnergemeinden. Dem gingen schon 2 Tage mit gemeinsamen Unternehmungen mit unseren Rychnover und Kandauer Freunden voraus. Ein Abendessen mit Luther in der Schönfelder Kirche bereitete uns am Samstagabend innerlich auf das Jubiläum vor. Bilder und Video von diesem frohen Fest gibt es  Opens internal link in current windowhier.


März 2017

Besuch in Rychnow

Vom 24. bis zum 26. März besuchten wir als eine kleine Abordnung unsere tschechische Partnergemeinde. Wir - das waren die Ehepaare Fritzsch, Hillscher und Schaarschmidt sowie Frank Pawassar - fuhren also mit zwei PKW am Freitagnachmittag nach Rychnov nad Kn?žnou (Reichenau an der Knieschna), wo wir überaus herzlich empfangen wurden. In einer Pension waren für uns Zimmer reserviert worden, die wir auch gleich beziehen konnten, bevor wir uns zum Abendessen im Haus der Gemeinde, in dem auch die Kirche eingerichtet ist, trafen. Es wurde ein sehr schöner Abend, an dem es viel zu erzählen gab - mit Pastorin Naimanova als Dolmetscherin. Am Sonnabend zeigte sie uns ihr "Kirchspiel": neben der Kirche in Rychnov, die um 1923 aus einer früheren Arztvilla entstand, gibt es in der näheren Umgebung noch eine ehemalige Synagoge und ein ganz altes Kirchlein. Letzteres gehört der dortigen Kommune und wird zu einem symbolischen Preis an zwei verschiedene Gemeinden vermietet. Unsere Partnergemeinde gehört zur Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche. Diese Kirche entstand erst 1920. Sie sieht sich aber in vorreformatorischer hussitischer Tradition.

Am Samstagabend trafen wir uns mit einigen Gemeindemitgliedern im Gemeindehaus zum Abendessen. Dabei stellten wir, bei allen unterschiedlichen Verhältnissen, auch eine Gemeinsamkeit fest: Wir sind beide Gemeinden in einem weitestgehend säkularisierten Umfeld. Dabei ist Rychnov eine Kleinstadt, die sehr von einem nahegelegenen Škodawerk mit über 6000 Arbeitsplätzen beeinflusst wird.

Am Sonntag erlebten wir den Gottesdienst in Rychnov und fuhren nachmittags bei herrlichem Frühlingswetter wieder zurück nach Dresden.


August 2016

Besuch aus Kandau – ein zukunftsweisender Rückblick

Es gibt Begegnungen, da geschieht etwas … tief in dir drinnen beginnt etwas zu schwingen. Solche Begegnungen berühren und erfassen dich, geben dir Raum, machen dich weit offen und hell.

Solche Begegnungen sind Kostbarkeiten und wunderbare Geschenke des Lebens an dich.

Ja, das kann man von dieser Begegnung wohl sagen. Menschen aus Kandau, Mitglieder unserer Partnergemeinde, hatten sich auf den weiten Weg nach Dresden gemacht, um Kontakte zu erweitern und noch persönlicher werden zu lassen. Wir waren gut vorbereitet. Ein umfangreiches Programm erwartete die Gäste und alle Ereignisse erwiesen sich als besondere Momente des Zusammenseins.

Natürlich gehörte eine Stadtbesichtigung zum Programm, ebenso eine interessante Führung durch das Diakonissenkrankenhaus und den Verein KALEB. Spätestens  beim Tagesausflug auf Luthers Spuren in Wittenberg, immer begleitet von Gastgebern und Gemeindemitgliedern, zeigte sich eine Herzlichkeit und Nähe, die von beiden Seiten immer wieder zu spüren war. Die Kandauer hatten sogar ein kleines Liederbuch gedruckt, deutsche und lettische Texte nebeneinander, im Bus wurde gesungen, jeder war dabei.

Ein Höhepunkt war zweifellos der Gemeindeabend, liebevoll vorbereitet von Gemeindemitgliedern, den wir im Pfarrhof verbringen konnten, mit Liedern, kulinarischen Köstlichkeiten und flinken Helfern. Ein Film, den die Kandauer gedreht hatten, brachte uns ihr Gemeindeleben näher und ließ uns daran teilhaben. Unser gemeinsamer Gottesdienst mit einer Predigt, die die Gäste in Lettisch vor sich hatten, wunderbaren Liedern, gemeinsamen Fürbitten und Gebeten beendete eine fast fünftägige intensive Zeit, für die wir dankbar sind.

Der Sonntagnachmittag verteilte sich auf kleinere Gruppen, Pillnitz, die Sächsische Schweiz, ein schöner Ausklang gemeinsamer Tage. Die Verständigung verlief in mehreren Sprachen, auf Deutsch, auf Russisch und in Englisch. Wir haben die Zeit gut genutzt. Das Fazit eines unserer Gäste lautete: Begegnungen dieser Art widerfahren uns nur einmal in zehn Jahren und machen unser Leben aus.  Verabschieden bedeutet auch, sich auf die nächste Begegnung zu freuen.

Ein herzliches Dankeschön an das Vorbereitungsteam, die Gastfamilien und die vielen Helfer!

                                                                                                                      Angelika Müller